24.04.2017

Kampf gegen Masern: Europäische Impfwoche 2017

Die Zahl der Masern-Neuinfektionen schnellt nach oben. Im Januar 2017 wurden der WHO aus der Europäischen Region 559 Fälle gemeldet. Die vom 24.-30. April 2017 in der gesamten Europäischen Region stattfindende Europäische Impfwoche (EIW) steht unter dem Motto „Impfungen wirken”. Die EIW 2017 legt den Schwerpunkt auf die Notwendigkeit und die Vorteile von Impfungen in jeder Lebensphase.

Zwei Drittel der 53 Länder in der Region haben die Übertragung von Masern erfolgreich unterbrochen, doch in 14 sind sie nach Angaben der Verifizierungskommission der Europäischen Region für die Eliminierung der Masern und Röteln (RVC) noch endemisch. 474 Fälle wurden allein aus sieben (Deutschland, Frankreich, Polen, Rumänien, Schweiz und Ukraine) der insgesamt 14 Länder gemeldet, in denen Masern noch endemisch sind. Erste Daten aus dem Monat Februar zeigen, dass die Anzahl der Neuinfektionen hochschnellt. In den betroffenen Ländern ist davon auszugehen, dass weniger als 95% der Bevölkerung mit einer zweiten Dosis des Masernimpfstoffs immunisiert wurden.
Die größten Masernausbrüche finden derzeit in Rumänien und Italien statt. Rumänien hat seit Januar 2016 über 3400 Masernfälle gemeldet, darunter 17 mit tödlichem Verlauf (Stand März 2017). Die Mehrzahl der Fälle tritt in Gebieten auf, in denen der Durchimpfungsgrad besonders gering ist.
In Italien war in den ersten Wochen des Jahres 2017 ein steiler Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen. Nach 238 gemeldeten Fällen im Januar und nach vorläufigen Erkenntnissen mindestens noch einmal so vielen im Februar könnte die Gesamtzahl von 2016 (ca. 850) schon bald überschritten werden.
Das Masernvirus ist hoch ansteckend und kann schwere Erkrankungen verursachen. So lange Masern in weiten Teilen der Welt noch endemisch sind, können sie sich jederzeit auch in solche Länder ausbreiten, welche die Krankheit bereits eliminiert hatten. Daher kann jede ungeimpfte oder unzureichend geimpfte Person unabhängig von ihrem Alter an Masern erkranken

www.euro.who.int/de

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