26.01.2017

Petition Versorgung chronischer Wunden: Jede Stimme zählt

Wer sich in Deutschland mit einer chronischen Wunde in Behandlung begibt, geht davon aus, dass die Wunde nach dem aktuellen Stand der Medizin versorgt wird. Das könnte sich bald ändern, befürchten die Initiative Chronische Wunden (ICW) und das Wundzentrum Hamburg. Gestartet wurde deshalb eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag, die noch bis zum 7. Februar läuft.

Hintergrund ist ein Gesetzentwurf der Bundesregierung, der die Verordnungssicherheit von Verbandmaterialien regeln soll. Dort wird in einer sogenannten Legaldefinition festgelegt, was ein Verbandmittel ist, das durch die Krankenkassen erstattet werden muss. Dieser Entwurf der Bundesregierung lässt nach Meinung von Wundexperten Raum für die wichtigsten derzeit in der Therapie chronischer Wunden verwendeten Produkte. Er müsse unbedingt durchgesetzt werden. Die Petition unterstützt die Annahme des Regierungsentwurfs.
Verhindert werden soll, dass die Krankenkassen einen wesentlich restriktiveren Entwurf durchsetzen. Viele bewährte Wundauflagen wären dann nicht mehr verordnungs- und erstattungsfähig. Dies würde einen erheblichen Einschnitt in die phasengerechte Therapie von Patienten mit chronischen Wunden bedeuten. Patienten würden vermehrt unter Schmerzen, unangenehmen Gerüchen oder auslaufenden Wundflüssigkeiten leiden.
Die Legaldefinition ist im Gesetzentwurf des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes (HHVG) enthalten, über den der Bundestag im Februar abstimmen wird.

Die Petition hier.

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