12.03.2010

Erstes deutsches Pflegemuseum entsteht in Düsseldorf

Original-Kleidung von Krankenschwestern aus dem 19. Jahrhundert, alte Behandlungsinstrumente, zahlreiche Fotos: Ab dem kommenden Jahr werden sie mit anderen Exponaten im ersten deutschen Pflegemuseum in Düsseldorf zu besichtigen sein.

Auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie soll das so genannte „Museum zur Kultur des Helfens“ entstehen, ein Projekt der Fliedner-Kulturstiftung. Ein ehemaliges Schwesternkrankenhaus aus dem Jahr 1903 werde dafür in ein Museum umgebaut, sagt Norbert Friedrich, Vorstand der Stiftung. Es will die Werte und Normen menschlicher Hilfeleistung rekonstruieren. In den letzten Jahrhunderten seien Pflege und Fürsorge immer auch von den politischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen geprägt gewesen. Deshalb stellt das Museum die Arbeit seit den 1830er Jahren in den jeweiligen historischen Zusammenhang, zeigt soziale und gesundheitliche Notlagen von Menschen im 19. und 20. Jahrhundert und informiert über alternative Möglichkeiten der Hilfeleistung. Thema ist aber auch die Zukunft der Pflege.
„Mit dem Umbau haben wir im Januar begonnen, im Herbst soll das Gebäude bereits bezugsfertig sein. Wir wollen unserer Geschichte einen lebendigen Ort geben, an dem Begegnung möglich ist“, erläutert Pfarrer Matthias Dargel, Vorstandssprecher der Kaiserswerther Diakonie. Die Eröffnung ist für Januar 2011 geplant.
Finanziert wird der Umbau unter anderem mit Geldern aus der Robert-Bosch-Stiftung und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung. (tu)

http://www.kaiserswerther-diakonie.de/