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25.02.2010
Mangelware Fachkraft
Der Fachkräftebedarf in Berlin und Brandenburg nimmt einer Studie zufolge massiv zu. Bis 2030 könnten rund 460.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, sagte Berlins Arbeitssenatorin Carola Bluhm (Linke). Dabei werde der Pflege- und Gesundheitsbereich zunehmend Fachkräfte suchen.
Gut ausgebildete Fachkräfte müssten entsprechend bezahlt werden, sonst drohe Abwanderung, fügte Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) hinzu. Mit Billiglöhnen ließen sich keine Fachkräfte binden. Zudem sei eine frühzeitige Berufsorientierung notwendig.
Die von der Prognos AG durchgeführte, erste gemeinsame Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg zeige, dass der erwartete Fachkräftebedarf zugleich eine große Chance für die Wirtschafts- und Arbeitsmarktregion darstelle, so Bluhm.
Denn wer gut ausgebildet sei, habe gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Schon bis zum Jahr 2015 werde damit gerechnet, dass 270.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden könnten, ergänzte Baaske. Bis 2020 könnte die Zahl auf 362.000 steigen. Während es in manchen Branchen an qualifiziertem Nachwuchs mangele, herrsche in anderen wegen fehlender Qualifikationen Arbeitslosigkeit, sagte Bluhm. „Dieses Missverhältnis muss dringend beseitigt werden.“ Wichtig seien die Aktivitäten von Schule und Wirtschaft schon in der Berufsorientierung, betonte der Arbeitsminister. So müsse besonders für Mädchen der Schulunterricht in naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie und Physik anschaulicher gestaltet werden. (tu)