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14.02.2010
Polnische Haushaltshilfen
Im Erzbistum Paderborn ist jetzt ein bundesweit einmaliges deutsch-polnisches Projekt angelaufen. Es richtet sich an Patienten von Caritas-Stationen, die rund um die Uhr von polnischen Haushaltskräften betreut werden wollen.
Einen entsprechenden Vertrag hatten der Paderborner Caritas-Verband und die nationale Caritas Polens im Juli vergangenen Jahres unterzeichnet. Die Partner wollen erreichen, „dass das Verhältnis für beide Seiten gewinnbringend ist“. Die Caritas ist nach Aussage von Hans-Werner Hüwel, Fachbereichsleiter beim Caritas-Verband Paderborn, nicht Vermittlungsagentur, sorge aber für einen ersten Kontakt. Die dortige Caritas bereitet interessierte Frauen mit Beratung und einem Sprachkurs auf einen möglichen Einsatz in deutschen Pflegefamilien vor. Bei Bedarf kann vorab ein Kennenlern-Treffen bei der zu betreuenden Person stattfinden. Die deutsche Familie muss bei der Auslandsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit die polnische Haushaltshilfe anfordern und schließt dann einen Arbeitsvertrag mit ihr.
Die Caritas sorgt in Deutschland dafür, dass eine Pflegekraft der Sozialstation mindestens einmal in der Woche weiterhin in die Einsatzfamilie kommt. Hüwel: „Dies ist ein weiterer Schutz für den Betreuten und die Betreuerin.“ Der polnischen Caritas ist es wichtig, dass die Frauen Kontakt zu ihren Herkunftsfamilien halten und auch religiöse Angebote wahrnehmen können. In Polen selbst hat die Caritas einen Blick auf die Familien – man will so vermeiden, dass Kinder während der Abwesenheit der Mutter vernachlässigt werden. (tu)
www.caritas-paderborn.de