14.11.2012

Ausbildung erzeugt "Klebeeffekt"

Pflegekräfte sind häufig Teilzeitkräfte. Und die Gefahr ist groß, dass sie ihr Stundenkontingent weiter reduzieren, weil sie unzufrieden sind mit ihrem Arbeitsplatz.

Darauf verweist Professor Holger Buxel von der Fachhochschule Münster im Vorfeld des Kongresses Pflege 2013, der am 25. und 26. Januar 2013 im Maritim proArte Hotel in Berlin stattfindet.

In einer Befragung von 3.000 Pflegekräften kam er zu dem Ergebnis, dass noch vor den Verdienstmöglichkeiten der größte Problemdruck beim Kriterium Stellenwert und Wertschätzung der Pflege besteht. Pflegekräfte würden ihrem Arbeitgeber mehr Arbeitszeit zur Verfügung stellen, wenn sich diese Parameter ändern. Der Professor folgert daraus: „Die Leistungen der Pflege müssen im Haus besser kommuniziert und die Pflege sollte früher in Entscheidungen eingebunden werden.“

Auf dem Kongress stellt Hedwig Francois-Kettner (Pflegedirektorin an der Charité Berlin) auch ein Konzept vor, wie es erfolgreich gelingt, qualifiziertes Personal zu gewinnen. Dort hat sich bewährt, dass die besten Auszubildenden regelmäßig übernommen werden.

Die Untersuchung der Fachhochschule Münster gibt ihr Recht: Die Hälfte der Befragten ist – zum Teil auch nach vielen Berufsjahren – in einem Haus tätig, in dem sie eine Phase ihrer Ausbildung absolviert haben. Professor  Buxel dazu: „Die Ausbildung erzeugt einen hohen ‚Klebeeffekt‘.“


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