Hygiene
Von den jährlich 400.000 bis 600.000 nosokomialen Infektionen in Deutschland könnten etwa 80.000 bis 180.000 vermieden werden. Bei rund 2.000 Krankenhäuser sind das im Durchschnitt etwa 40 bis 90 Fälle in einem Krankenhaus mittlerer Größe.
Viele nosokomiale Infektionen entstehen durch Mikroorganismen der körpereigenen Flora des Patienten (endogene Infektionen). Diese Mikroorganismen besiedeln Haut und Schleimhäute und können unter bestimmten Bedingungen in sterile Körperbereiche gelangen. Sofern hierfür medizinische Maßnahmen wie Operationen, Gefäßkatheter oder Blasenkatheter eine Rolle spielen, wird auch von sekundär endogenen Infektionen gesprochen. Darüber hinaus existieren die exogen bedingten nosokomialen Infektionen, bei denen es zur direkten Übertragung der Erreger aus der Umwelt oder von anderen Personen (Patienten oder Personal) kommt. Während die Gruppe nosokomialer Infektionen, die ihren Ursprung in exogenen Erregern hat, generell vermieden werden sollte, können endogen bedingte nosokomiale Infektionen nur bedingt verhindert werden. Aber durch gutes Management im Umgang mit Kathetern, Beatmungsequipment oder anderen „devices“ besteht auch hier durchaus ein Präventionspotenzial.
Die Beiträge dieser Spezialausgabe von Heilberufe können einen Beitrag dazu leisten, das Verständnis für die Entwicklung von Krankenhausinfektionen und ihre wichtigsten Präventionsmaßnahmen zu verbessern und somit unnötiges Leid der Patienten zu vermeiden.
Aus dem Inhalt:
- Königsdisziplin Hygiene - Herausforderung im Pflegealltag
- MRSA, Noroviren, Pseudomonas aeruginosa, Clostridium difficile, ESBL
- Händedesinfektion - neue Konzepte für die Praxis
- Intensive Prophylaxe: Strukturen und Voraussetzungen auf der ITS
- Keim im Heim - Was tun?
- Wenig beachtet: Housekeeping
- Gehen Sie kein Risiko ein! Schutz am Arbeitsplatz
Das Inhaltsverzeichnis als pdf
Das Spezialheft kostet (inkl. Mwst. und Versand) 7,50 €.
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